 |
|  |
| Autor |
Nachricht |
svenfranzisko
Spackonaut


Alter: 30
Anmeldungsdatum: 02.02.2006
Beiträge: 1474
Wohnort: Boogytown

|
|
Callando und Avanio Betrug!
Als (ehemaliger) Smartsurfer Nutzer, sollte man ab und zu genauer auf seine Telefonrechnung schauen.
Bei mir tauchte dort mehr oder weniger regelmäßig ein Betrag von 4,50 von der callando Telecom GmbH
auf. Erst jetzt wo ich den Smartsurfer nicht mehr nutze wird
klar, dass es sich wohl nicht mehr um by Call Rechnungen handeln kann.
Was war passiert? Auszug von http://computerbetrug.de vom 05.11.05
Das Dresdener Unternehmen Avanio sorgt für Wirbel und Schlagzeilen: Wer sich durch Internet-by-call über
die Nummer 019351515 der Firma anwählt, schließt damit gleichzeitig – so die Lesart des
Unternehmens – eine „Clubmitgliedschaft“ ab. Verbunden damit sind Zusatzleistungen, aber auch
monatliche Grundgebühren von mindestens 4,50 Euro. Doch nicht jeder ist ganz freiwillig im Club.
Viele Nutzer so genannter Least-Cost -Router wie dem Smartsurfer landeten nach eigener Aussage versehentlich
in der teuren Mitgliedschaft. Jetzt schlagen Verbraucherschützer Alarm: „Verbraucher, die auf
diese Art über den Smartsurfer unfreiwillig Mitglied der avanio.NET Community wurden, sollten
sich dagegen wehren“, rät Evelin Voß von der Verbraucherzentrale Sachsen.
Seit einigen Wochen finden viele Verbraucher auf ihrer monatlichen Telefonrechnung einen
Betrag von 4,50 Euro netto, der für einen avanio Internetzugang, bzw. „Verbindungen über
callando Telecom GmbH“ geltend gemacht wird. Gleichzeitig sind sich viele Verbraucher sicher,
kein Angebot mit monatlicher Grundgebühr angenommen zu haben. Die Erklärung: Als Gelegenheitsnutzer hatten
sich viele Betroffene offensichtlich über den Smartsurfer von web.de oder ähnliche Tools ins Internet
eingewählt. Diese so genannten Least-Cost-Router (LCR) suchen beim Einwählen ins Internet aus einer Vielzahl
preisgünstiger Internet -by-Call -Angebote ohne monatliche Grundgebühr und ohne Vertragsbindung das aktuell
günstigste aus und stellen die Verbindung automatisch her.
Unter diesen preisgünstigen Anbietern war auch der Tarif vanio.flexi der avanio GmbH &Co. KG mit 0,55
Cent/Minute. Doch dann änderte die Firma diesen Tarif und stellte ihn auf eine monatliche Grundgebühr von 5,22
Euro um. So tappten zahlreiche Nutzer von LCRs wie dem Smartsurfer offenbar in die Kostenfalle. Denn mit der
ersten Einwahl wurden die Betroffenen als „Community-Mitglied“ registriert – verbunden eben mit der
monatlichen Abbuchung der Gebühren.
Seitdem kann sich die Avanio über mangelnde Bekanntheit nicht mehr beschweren – im
Gegenteil: Internetforen wie das von http://Dialerschutz.de und
http://Computerbetrug.de, http://teltarif.de oder das verbraucherschutz -forum.de werden regelrecht überschwemmt
von Beiträgen empörter Surfer, die sich mit den Avanio-Forderungen konfrontiert sehen. Etliche Medien haben
den Fall mittlerweile aufgegriffen. Auch die Staatsanwaltschaft Karlsruhe, die Wettbewerbszentrale und
die Bundesnetzagentur sind eingeschaltet, wie aus Briefwechseln hervorgeht, die Dialerschutz.de vorliegen.
Das ändert freilich nichts daran, dass die Dresdener Firma ihre angeblichen Forderungen mit aller Macht
eintreibt. Laut Avanio seien bereits Ende Juni die Allgemeinen Geschäftsbedigungen für den
avanio -Internetzugang geändert und schon im April seien die Kunden auf der Webseite angeblich über die
anstehende „Clubmitgliedschaft“ informiert worden. Betroffene, die die Zahlung der Forderungen verweigerten, haben
so inzwischen Post eines Inkassounternehmens erhalten. Die Nexnet GmbH teilt mit, sie habe als „neutrales
Abrechnungshaus“ das Forderungsmanagement für Callando und deren Reseller avanio übernommen und bestehe auf eine
Zahlungspflicht.
Verbraucherschützer sehen das anders: „Verbraucher, die auf diese Art über den Smartsurfer unfreiwillig
Mitglied der avanio.NET Community wurden, sollten sich dagegen wehren“, rät etwa Evelin Voß von der
Verbraucherzentrale Sachsen. „In allen diesen Fällen dürfte es der avanio GmbH schwer fallen, die
wirksame Einbeziehung ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen beim Zustandekommen der Clubmitgliedschaft über
den Smartsurfer zu beweisen.“ Betroffene Verbraucher, die sich sicher sind, dass sie weder willentlich noch
wissentlich einen Tarif mit monatlicher Grundgebühr bei Avanio abgeschlossen haben, sollten ihre
Telefonrechnung um den streitigen Betrag kürzen und dies mit einer entsprechenden Begründung der
Avanio GmbH sowie dem Rechnungsersteller mitteilen, so Voß in einer Pressemitteilung. Auch
Rechtsanwalt Björn Gottschalkson hegte in einem Beitrag für teltarif.de erhebliche Zweifel, dass das
Geschäftsmodell der Avanio so zu halten sei: „Verlangt der Anbieter von Abo - bzw. Clubmitgliedschaften dann Zahlung von
den Gebühren, muss er das Vorliegen der wirksamen Einbeziehung seiner AGB beweisen. Somit können
Clubmitgliedschaften oder andere Abonnements nicht im offenenen Call by Call begründet werden, ohne dass der
Kunde davon ausdrücklich Kenntnis erhalten hat. Sollte das Geschäftsmodell von avanio (...)
darauf angelegt sein, wird es jedenfalls rechtlich keinen Erfolg haben. An einer ausdrücklichen
Abrede fehlt es in diesem Fall für die ahnungslosen Kunden.“
Und es scheint haltbar zu sein! Heute tauchte der Betrag von 4,50 Euro erneut auf meiner Rechnung auf.
Ein Anruf bei der Telekom und der Betrag wird storniert. Die Dame im Callcenter hat übrigens bestätigt,
dass Callando einige Zeit ruhe gegeben hat und jetzt anscheinen wieder voll zulangt.
Was tun? Wie schon beschrieben genügt ein Anruf bei der Telekom um den Rechnungsbetrag zu
stornieren. Die Nummer findet man auf der Rechnung im Briefkopf. Nun muss auf jeden Fall ein
Einspruch in Schrifftlicher Form erfolgen, den Ihr am besten per Einschreiben an Callando schickt. Die
Adresse von Callando sollte ebenfalls in der T-Com- Rechnung stehen. Ruft bitte nicht bei Callando an, dass
kostet nur kostbare Zeit und hat nebenher keine Rechtliche Aussagekraft.
Alles weiter bleibt dann abzuwarten, rechtlich solltet Ihr jetzt zumindest alles richtig gemacht haben.
Ich werde also in den nächsten Tagen meinen Einspruch an Callando schicken. Wenn es etwas neues gibt, werde ich es hier posten.
|
|
|
|
Zuletzt bearbeitet von svenfranzisko am Mi 25 Okt, 2006 09:29, insgesamt einmal bearbeitet
|
|
 |
       |
 |
Matzensen
Geschichtenerzähler


Alter: 26
Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 259
Wohnort: O-Town

|
|
Dann habe ich ja wohl doch alles richtig gemacht, als ich mich dazu entschlossen habe, dem SmartSurfer etc. nicht zu trauen.
Kleiner Tip am Rande:
Wenn in den AGB vom Smartsurfer nix davon drin stand, dass das Angebot von callando mit einer monatlichen Grundgebühr verknüpft ist, bzw. irgendwo steht, dass der SmartSurfer immer den günstigsten Tarif aussucht bzw. einen Tarif OHNE feste Gebühren oder Mindestumsatz, dann könnt ihr Web.de an die Wäsche. Wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht.
Mfg
Matze
|
|
|
|
_________________ Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Ergo: Je mehr Käse, desto weniger Käse.
|
|
 |
    |
 |
svenfranzisko
Spackonaut


Alter: 30
Anmeldungsdatum: 02.02.2006
Beiträge: 1474
Wohnort: Boogytown

|
|
Matzensen hat folgendes geschrieben: Dann habe ich ja wohl doch alles richtig gemacht, als ich mich dazu entschlossen habe, dem SmartSurfer etc. nicht zu trauen.
Na ja, bis zu diesem zwischefall habe ich noch nicht viel negatives gehört.
Ausserdem hat web. de glernt und soetwas wie eine Tarifgarantie eingeführt.
Anbieter die im Smartsurfer vertreten werden möchten, müssen für einen festgesetzten Zeitraum an den Preis gebunden bleiben.
Ich denke, dass es wohl eher die ständige, ja schon fast tägliche Tarifwechselei war, die zu dem Ergebnis führte. Die wissen halt wie man den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen kann!
Matzensen hat folgendes geschrieben:
Kleiner Tip am Rande:
Wenn in den AGB vom Smartsurfer nix davon drin stand, dass das Angebot von callando mit einer monatlichen Grundgebühr verknüpft ist, bzw. irgendwo steht, dass der SmartSurfer immer den günstigsten Tarif aussucht bzw. einen Tarif OHNE feste Gebühren oder Mindestumsatz, dann könnt ihr Web.de an die Wäsche. Wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht.
Mfg
Matze
Gute Idee! Aber für 5 Euro?
|
|
|
|
|
|
 |
       |
 |
Matzensen
Geschichtenerzähler


Alter: 26
Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 259
Wohnort: O-Town

|
|
Ist schon wahr. Aber es geht hier ja um monatliche fünf €uro. Ich bin außerdem ein verwixter Prinzipienreiter. Ich würde einen Penner für zwei €uro verklagen, wenn ich im Recht wäre.
Aber mal im Ernst. Wenn das jeden Monat fünr €uro wären, würde ich mir dafür jemanden heranziehen. Und wenn es eben web.de wäre. Kommt aber auch darauf an, wie viel sich da schon zusammengeläppert hätte bis jetzt.
Musste halt individuell abwägen.
Geil! Gleich ist Wochenende! Und morgen das fäääääätte Konzi! Da hab'sch voll Bock 'auf!
Mtz
|
|
|
|
_________________ Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Ergo: Je mehr Käse, desto weniger Käse.
|
|
 |
    |
 |
svenfranzisko
Spackonaut


Alter: 30
Anmeldungsdatum: 02.02.2006
Beiträge: 1474
Wohnort: Boogytown

|
|
Folgendes Schreiben hab ich jetzt mal abgeschickt. Mal schauen was daraus wird....
Sehr geehrte Damen und Herren,
bzgl. des auf der T-Com Telefon-Rechnung aufgetretenen Betrages von 5,22 € Brutto möchte ich Sie laut § 119 BGB darauf aufmerksam
machen, dass mir nicht bekannt war, dass ich in einen Club eintreten würde, wenn ich Ihren Tarif durch den Smartsurfer nutze. Da
also keine übereinstimmenden Willenserklärungen vorliegen, streite ich das Bestehen eines Vetrages hiermit ab. Deshalb möchte ich
Sie bitten, meine Angebliche Clubmitgliedschaft bei Ihnen zu beenden und mir bis zum 2006-06-30 schriftlich zu Bestätigen, dass
keine Mitgliedschaft besteht, oder bestand.
Desweiteren benötige ich von Ihnen ein Prüfprotokoll gemäß § 16 TKV, um ehemalige Forderungen Ihrerseits prüfen zu lassen.
Den oben angegeben Betrag habe ich bei der Deutschen Telecom bereits stornieren lassen.
Mit freundlichen Grüßen
|
|
|
|
|
Zuletzt bearbeitet von svenfranzisko am Mi 30 Aug, 2006 18:31, insgesamt einmal bearbeitet
|
|
 |
       |
 |
Matzensen
Geschichtenerzähler


Alter: 26
Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 259
Wohnort: O-Town

|
|
Richtig so! Zeig's denen und sei ein fieser, dekadenter Pisser!!
|
|
|
|
_________________ Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Ergo: Je mehr Käse, desto weniger Käse.
|
|
 |
    |
 |
svenfranzisko
Spackonaut


Alter: 30
Anmeldungsdatum: 02.02.2006
Beiträge: 1474
Wohnort: Boogytown

|
|
 |
       |
 |
svenfranzisko
Spackonaut


Alter: 30
Anmeldungsdatum: 02.02.2006
Beiträge: 1474
Wohnort: Boogytown

|
|
Hab das Thema hier ja ganz vergessen und muss das jetzt erst mal nachholen:
Nach dem letzten schreiben (siehe oben) habe ich dann nach ein paar Tagen
diesen Brief erhalten.
Ihre Rechnungsanfrage zur avanio.net Community
Sehr geehrter Herr Sch****,
vielen Dank für Ihr Schreiben. Die 01075 Telecom GmbH als Abrechnungsunternehmen führt für verschiedene Internet Service Provider die Abrechnung für Internet Verbindungen durch und ist Inhaber der Gebührenforderung.
Auf Ihrer letzten Rechnung haben Sie Internetgebühren der avanio GmbH & Co. KG aus Dresden festgestellt. Der von uns berechnete Betrag in Höhe von bis zu EUR 4,50 zzgl. MwSt. ist die monatliche Grundgebühr einer der von Ihnen genutzten avanio.net Community-Tarife. Seit August 2005 fällt eine monatliche Grundgebühr an. Informationen zur avanio.net Community und den daraus entstehenden Gebühren erhalten Sie online unter (www.avanio.net).
Da wir nicht der Anbieter des Onlinedienstes und somit auch nicht Ihr Vertragspartner sind, möchten wir Sie bitten, Ihre Reklamation oder Anfrage direkt an Ihren Vertragspartner zu richten:
avanio GmbH & Co. KG
Webergasse 1
01067 Dresden
E-Mail: support@avanio.net
Telefax: (01805)50 31 50*
Wir hoffen, dass wir Ihnen hiermit weiterhelfen konnten und danken für Ihr Verständnis.
Sollten Sie noch Rückfragen haben, so stehen wir Ihnen gerne Mo. bis Fr. von 08.00 bis 18.00 Uhr unter der Rufnummer (01805) 01075 0* zur Verfügung. Oder senden Sie uns eine E-Mail: support@callando-telecom.de.
Mit freundlichen Grüßen
callando Telecom GmbH
|
Daraufhin den Brief noch einmal per Einschreiben an Callando geschickt und gewartet. In der Zeit wurden mir übrigens noch einmal 4,50 Euro zzgl. Mwst in Rechnung gestellt, welche ich ebenfalls stornieren lassen habe.
Nach 4 Wochen kam ein Brief von Callando!
Da man an einer Klärung der Situation interessiert sei, würde man mir einen Betrag von 13,50 auf der nächsten Telefonrechnung gutschreiben lassen.
Ausserdem wäre das Vertragsverhältnis nun gekündigt.
Auf mehr Arbeit und Ärger hatte ich nun keine Lust mehr, obwohl es etwa 60 Euro waren die Callando sich so erschlichen hatte.
Wenn ich weiter dagegen vorgegangen wäre, hätten sich sicherlich höhere Beträge für den Rechtsstreit entwickelt.
Auf Anfrage bei der Bundesnetzagentur in Bonn wurde mir übrigens mit einem Zähneknirschen mitgeteilt, dass die machenschaften der Callando Telecom GmbH rechtlich in Ordnung wären.
Wer also die gleichen Probleme hat merke sich:
- Brief wie oben per Einschreiben an Callando und abwarten.
- fleißig die Beträge bei der Telekom stornieren lassen (anrufen)
- oder einfach bei der Verbraucherzentrale-NRW anrufen um sich die Adresse der nächstgelegen Servicestelle geben zu lassen. Beratungen gibt es dort schon für etwa 12 Euro.
|
|
|
|
|
|
 |
       |
 |
|
|
|
Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen
|
|
|